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OKT
2017

Der Unterricht steht Kopf – Gedanken zum DeutschFlip

Die Flipped Classroom Idee, Lerninhalte als Video zur Verfügung zu stellen und die gemeinsame Zeit im „Klassenraum“ für Praxis und Anwendung zu nutzen, klingt interessant. Eignet sich die Methode auch für das Fach Deutsch? Wie, wann und warum ich Erklärvideos einsetze, möchte ich hier vorstellen. Es gilt: Die Dosis macht das Gift.

Die Erklärung des Flipped Classrooms als „umgedrehter Unterricht“ reduziert die Methode scheinbar auf die Erarbeitung des Unterrichtsstoffs als Hausaufgabe und die Übung/Sicherung in der Präsenzphase. Das wäre (nicht nur) für mich als Methode ein „digitaler Trichter“.

Deshalb gefällt mir die Beschreibung „Unterricht auf den Kopf stellen“ viel besser. „Auf den Kopf stellen“ meint „völlig verändern“, „umkrempeln“, „durcheinanderbringen“ oder „gründlich durchsuchen“. Das passt gut zu dem, was beim Flipped Classroom passieren kann. Das Konzept verstehe ich als eine Möglichkeit Gestaltungsspielräume zu schaffen und anderen Methoden die Tür in den Unterricht zu öffnen. Gehen Flipped Classroom und Methodenvielfalt Hand in Hand, kann sich Unterricht tatsächlich verändern.

Die „breite Palette unterschiedlicher Unterrichtsformen“, welche der Kernlehrplan Deutsch (G8) NRW fordert, kommt im Unterrichtsalltag oft genug zu kurz. Der Einsatz von Erklärvideos kann die „lehrerbezogene Wissensvermittlung“ auslagern und der „selbstständigen Erarbeitung neuer Inhalte“ (vgl. Kernlehrplan Deutsch (G8) NRW) mehr Raum geben.

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